Alle weiß & blond: Wo bleibt die Diversität bei Misswahlen?

FOTO: MISS TEEN USA
Wie gewinnt man in Amerika die Wahl zur „Miss Teen USA"? Man setzt seine langen blonden, glatten Haar in Szene, schminkt seine weiße Haut makellos, klimpert mit den hellen Augen und zeigt sein schönstes Zahnpasta-Lächeln! Diversität ist bei den Juroren nicht gefragt: Die Top-5-Kandidatinnen des zweitwichtigsten Schönheits-Wettbewerbs der USA sahen fast identisch aus.

Es ist schon absurd, dass dieser Typ Frau als „All-American Girl" beschrieben wird, dabei geben die letzten Schätzungen der Ethnologie Amerikas an, dass in den USA 17 Prozent Hispanics leben, 12 Prozent sind Afroamerikaner und acht Prozent sind Asiaten – das sind schon mal knapp 120 Millionen Menschen, die nicht in das Schema passen. Und davon sind sicherlich viele schöne Frauen, die es verdient hätten, den Titel „Miss Teen USA" zu tragen.

In der Nacht nach dem Contest empörte sich das Netz über die Tatsache, die einen Shitstorm über das rassistische Schönheitsbild entfachte. Richtig so: Model Chrissy Teigen schrieb bei Twitter über das Bild der fünf letzten Kandidatinnen: „Wow, wie sollen wir uns bei so viel Diversität entscheiden?" Achtung, Ironie – zum Lachen ist der Fakt allerdings nicht.

Auch wenn Heidi Klum hierzulande oft scharf für „Germany's Next Topmodel" kritisiert wird – ihre Schönheits-Selektion beschränkt sich zumindest nicht auf eine Haut- und Haarfarbe.

#diversity
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