6 Dinge, die jede Frau vor dem ersten Mal Analsex wissen sollte

Illustrated By Zoë Ligon.
Das erste Mal Analsex ist meist entweder beängstigend, befremdlich oder befriedigend. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal Schreckensgeschichten über Analsex mitbekommen, nach denen einem nicht danach ist, etwas, geschweige denn jemanden, hinten rein zu lassen. Möglicherweise mochte es die eine oder andere aber auch schon immer einmal ausprobieren und wusste einfach nicht, wie man anfängt und danach fragt? Wir möchten in dieses sagen- und schreckenumwobene Thema etwas Klarheit bringen und haben uns dafür mit dem Sexpsychologen David Ley unterhalten.

Vor dem ersten Analsex sollte man über Grenzen sprechen

„Natürlich hat die Realität sehr wenig mit dem zu tun, was man in Pornos sieht“, sagt er Refinery im Interview. „Das nachzumachen, was im Porno passiert, ist ungefähr so, als würde man anhand eines Steven Seagal Films das Schießen lernen wollen. Es wird garantiert Verletzte geben.“ Macht also lieber einen großen Schritt weg vom Porno, und auch von euren bisherigen Vorstellungen des Analsex’. Im folgenden Guide haben wir Schritt für Schritt erklärt, wie man die heikle Angelegenheit angehen kann, ohne, dass es merkwürdig oder ungemütlich wird. Glaubt uns, Analsex kann für beide Parteien gleichermaßen stimulierend sein!
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Also klickt euch durch und legt los – frei von Angst, Scham und Skrupeln!
Hier erfahrt ihr mehr zum Thema Analsex:
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Analsex wurde lange Zeit stark stigmatisiert und mit Ängsten belegt – Angst vor Schmerzen, davor, dass etwas schieflaufen könnte, dass sich der Darm versehentlich unbemerkt entleert. Die Scham, die analen Verkehr umgibt, suggeriert, dass Analsex „ungesund ist und eher selten stattfinden sollte“, so Ley. „Das ist eine rein instinktive Annahme, die jedoch weder wissenschaftlich, noch von Ärzten bestätigt ist.“ Für ein gutes, klärendes Gespräch mit dem Partner oder der Partnerin über Analsex sollte keiner von beiden erregt sein, der Akt sollte nicht unmittelbar bevorstehen, so entsteht kein Leistungsdruck oder ein Gefühl des Gedrängtwerdens.
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Beim Erschließen neuen Terrains, auch auf sexueller Ebene, sollte man von vorn herein klare Grenzen kommunizieren. „Grundsätzlich sollten sich beide Beteiligten bewusst darüber sein, was das Gegenüber bewilligt und was nicht“, erklärt Sexualtherapeutin und Sozialarbeiterin Kyla Black.

Ley schlägt weiterhin vor, dass man im Gespräch offen für sämtliche Variationen und Annäherungen sein sollte. „Man sollte über anale Stimulation im Allgemeinen sprechen, mit Fingern, Zungen und Sexspielzeugen kann man sich schließlich erst einmal vorsichtig mit dem Thema vertraut machen“, erklärt er.
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Um das Erlebnis für beide Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten, sollte man weiterhin wirklich offen miteinander sein und auch im Voraus schon über Ängste und Zweifel sprechen, vor allem bei einer Sexualpraktik, die so oft mit Schmerzen assoziiert wird. Es muss auf beiden Seiten ein Feingefühl dafür entstehen, was der Gegenpart mag, worauf man empfindlich reagiert und was die Präferenzen sind.

„Wenn man eine solche Erfahrung schon in Erwartung großer Schmerzen angeht, dann tut sie auch oft weh. Sobald man das nicht mehr befürchtet, besteht eine größere Chance, dass es auch nicht passiert“, so Ley. „Erwartungshaltungen haben direkte psychologische Folgen, die sich oft so äußern, dass die Befürchtungen bestätigt werden. Erwartet man, dass Analsex unfassbar schmerzhaft wird, bereitet man sich unbewusst darauf vor und verkrampft, und ja, dann wird es schmerzhaft. Wenn man allerdings keine riesigen Schmerzen antizipiert, ein bisschen darüber spricht und sich seinem Körper in Ruhe widmet, wird alles sehr viel entspannter und leichter, und oft auch wesentlich schmerzfreier.“
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Im Gespräch sollte man außerdem klarstellen, dass beim Analsex auch der Darm des Empfängers reagieren könnte. Es gibt keine genauen Statistiken dazu, wieviele Menschen beim Analsex kurzfristigen Stuhldrang erfahren, aber Fakt ist: Es kann passieren. Deshalb sollten sich, bevor es zum Akt kommt, beide Beteiligten vor Augen führen, dass dieser Nebeneffekt unter Umständen auftaucht – jedoch absolut normal ist – und dass man sich abspricht, ob und wie dann weitergemacht wird. Für normale Körperfunktionen sollte sich schließlich niemand schämen müssen.
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Zahlreiche Recherchen haben ergeben, dass ungeschützter Analverkehr bei einem Penis über Verunreinigung des Harnwegs zu Prostata-Infektionen führen kann. Fehlende Verhütung begünstigt zudem sexuell übertragbare Krankheiten und, durch die erhöhte Reibung, auch das Reißen von Kondomen. Solchen wohl bekannten Hürden kann man mit ausreichend Entspannung und Gleitmittel vorbeugen.
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„Wer beim Sex temporär den Atem anhält, wie es tatsächlich viele tun, verkrampft auch in der Rektalregion“, so Sexual- und Beziehungscoach Dr. Charlie Glickman. Bewusstes Atmen beruhigt sowohl psychisch, als auch physisch, was das Einführen von Penis oder Sextoys wesentlich vereinfacht. Anspannung, ganz egal an welcher Stelle, ist direkt mit Stress verbunden, weshalb die Erprobung bestimmter Atmungstechniken nicht schadet.
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