Geld regiert die Welt und doch fällt es vielen häufig schwer, darüber zu sprechen. Wir Frauen schneiden uns damit nur ins eigene Fleisch, denn ohne den offenen Dialog darüber, wie wir unser Geld verdienen, wo wir es anlegen und welche Tools wir nutzen, um nicht komplett den Überblick zu verlieren, niemals im Stande sein werden, den Gender Pay Gap zu schließen und der damit einhergehenden Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen, heißt es heute: Let’s normalize talking about money, baby!
Keine leichte Aufgabe, wie auch die paradoxen Funde einer britischen Studie beweisen, denn satte 80 Prozent der Befragten gaben an, das Thema Geld nie mit ihren Familien oder Freund*innen zu besprechen, weil es "zu persönlich" sei und das, obwohl ganze 92 Prozent der Befragten angaben, gern mehr über Themen wie Anlagemöglichkeiten und Finanzplanung wissen zu wollen. Woher kommt diese Diskrepanz? Warum sind wir Frauen so begierig darauf, mehr über Geld zu erfahren, und zögern dennoch, darüber zu sprechen? Die Studie fand heraus, dass es einige gemeinsame Faktoren gibt, die Frauen dazu veranlassen, sich bei Finanzthemen abzuschotten: Sorgen um die Privatsphäre und mangelndes Vertrauen in Finanzberater*innen und in sich selbst.
Und wie viel sparst du jeden Monat so? Der Anfang eines money-positiven Movements.
Echte Veränderung brauchen eben manchmal ihre Zeit, doch wir wollen nicht tatenlos dabei zusehen, sondern Teil des Money-positiven Movements sein und uns damit monetär empowern! Deswegen haben wir in Kooperation mit American Express, sieben Frauen aus diversen Backgrounds und mit unterschiedlicher Arbeitserfahrung zum großen Geldtalk gebeten, ihnen einen Fragenkatalog zugesendet, der es in sich hat.
Gerade für den weiteren Gleichstellungsprozess der Frauen ist es so wichtig, dass wir die Kontrolle über diesen Aspekt unseres Lebens übernehmen, das Thema aktiv besprechen und keine Angst haben, einander Fragen zu stellen. Wir sind für einen offenen Dialog zum Thema Geld, denn wir finden, dass mehr Wissen essentiell für das große Ziel „Pay Equity“ ist. Also lasst uns das das Unbequeme aus der Unterhaltung über Cash, Zinsen und Sparkonten Geld verscheuchen. Wenn wir nie mit unseren Freund*innen, Partner*innen oder Eltern üben, die Thematik zu besprechen, dann werden wir –, sind wir irgendwann gezwungen, dies zu tun, wie beispielsweise beim nächsten Gehaltsgespräch, der Wahl einer richtigen Hypothek oder auch nur bei einem zu teuer werdenden Junggesellinnenabschied – nicht über das nötige Selbstbewusstsein verfügen, um für uns selbst einzustehen. Um es mit den Worten von Aktivistin Leo Löwenherz zu sagen: Kurze Erinnerung: „Man redet nicht über Geld“ ist eine kapitalistische Rhetorik, die uns davon abhält, Gehälter zu vergleichen und Ungleichheiten aufzudecken. Wir finden, dass mehr Wissen nie schaden kann und ein positiver Austausch ganz ohne Neid und negative Konnotationen, in einem Safe-Space wie diesem, essenziell für das große Ziel „Pay Equity“ ist. Let’s make this a movement!
Was ist deine größte Angst in Hinblick auf Finanzen?
Irgendwann nicht mehr genug Geld zur Verfügung zu haben. Vor allem, wenn ich daran denke, irgendwann nicht mehr zu arbeiten. Nicht nur im Alter, sondern auch davor schon. Was ist, wenn ich eine Pause machen will? Wenn ich mit Mitte 50 etwas Neues ausprobieren will, oder in meinem Job einfach nicht mehr genug Geld verdienen kann? Davor habe ich Angst, daher versuche ich sehr darauf zu achten, dass ich monetär abgesichert bin.
Was ist der beste Spar- oder Anlagetipp, den du je bekommen hast?
Womit ich bis jetzt immer gut gefahren bin, ist ein ganz einfacher Tipp von meiner Oma: Du musst sparen, also lege dir immer etwas beiseite – ein bisschen so wie der Sparstrumpf unter dem Kopfkissen. Dadurch habe ich immer wieder etwas auf mein Sparkonto eingezahlt und konnte mir so schon so manchen Traum erfüllen.
In welchen Situationen spürst du den Gender Pay Gap am stärksten?
Ich habe in meiner Selbstständigen-Zeit schon mitbekommen, dass bei Frauen genauer hingeschaut wird, was sie draufhaben und wie sie sich das messen oder beweisen lässt. Männer klopfen Männern auf die Schultern und sagen: Deal!
Was war der letzte Traum, den du dir erfüllen konntest und wie hast du dafür gespart?
Ich habe mein Taschenkonto aufgelöst für eine Vintage-Chanel Bag.
Findest du dein Wissen in Hinblick auf Finanzen ausreichend?
Ehrlich gesagt dachte ich immer, dass ich sehr gut aufgestellt bin, was meine Finanzen angeht. Ich habe Lebensversicherungen, Eigentum, ein Konto mit Notgroschen, mit dem ich mich drei Monate ohne Einkünfte sehr gut über Wasser halten kann. Trotzdem war ich, als ich mich habe beraten lassen habe, geschockt, wie wenig ich im Alter dann doch nur zur Verfügung haben werde. Das ist erschreckend und ich bin davon überzeugt davon, dass es hier noch sehr viel mehr Aufklärung erleben muss.
Gibt es ein Gebiet, auf dem du dich gar nicht auskennst?
Aktienhandel.
Woran liegt das?
Das Thema ist für mich sehr männlich geprägt ist. Das Bild von Männern an der Börse wie im Martin Scorsese Blockbuster „The Wolf of Wall Street“ schwebt mir da vor Augen. Aber es gibt inzwischen einige tolle Frauen (Miss Moneypenny zum Beispiel), die sich dem Thema annehmen und da fasse ich als Frau schneller Vertrauen. Es ist sehr wichtig, noch mehr zu wissen und sich mit Thema zu beschäftigen. Je mehr Wissen man hat, desto sicherer fühlt man sich. So geht es mir auf jeden Fall. Ich glaube vor allem, dass gewisse Informationen so früh wie möglich an junge Frauen herangetragen werden sollten – bereits in der Schule!
Bist du stolz auf deine finanziellen Erfolge?
Ja, ich bin stolz darauf. Und ich denke auch, dass man das in einem gewissen Maß kommunizieren darf.
Besitzt du eine Kreditkarte und wenn ja, wofür verwendest du sie?
Ja, ich habe eine Kreditkarte. Diese kommt allerdings eher selten zum Einsatz. Ich sehe immer gerne sofort, was von meinem Konto abgeht. Die Kreditkarte nutze ich vor allem im Ausland oder für größere Beträge, von denen ich mir wünsche, dass sie erst im nächsten Monat abgebucht werden sollen.
Wie viel hast du auf der hohen Kante?
In der Zeit des Studiums ist am Ende des Monats gar nicht so viel Geld übrig geblieben, das ich hätte sparen können. Wenn ich in den Semesterferien richtig viel gearbeitet habe, habe ich das Geld auf ein Konto gepackt, an das ich nicht mal so eben rankam. Aus den Augen, aus dem Sinn ist mein bester Spar-Tipp bisher.
In welchen Situationen spürst du den Pay Gap am stärksten?
Ich spüre den Pay Gap am meisten, wenn ich mich mit meiner Mama unterhalte, die in der IT-Branche arbeitet. Sie steckt viele ihrer männlichen Kollegen locker in die Tasche, verdient jedoch verhältnismäßig viel, viel, viel weniger.
Hast du ein Traumgehalt, bzw. ein Ziel in Hinblick auf Vermögen?
Ich möchte in der Zukunft natürlich schon deutlich mehr verdienen, als ich es jetzt als Junior tue. Dafür habe ich lange studiert und auf relativ viel verzichtet. Ich habe jedoch nicht das Ziel, viel Vermögen anzuhäufen, oder per se reich zu werden. Mir reicht es völlig, mit meinem Geld, das ich verdiene, irgendwann mal eine Familie ernähren zu können. Ich glaube, das Ziel, nicht auf jeden Cent schauen zu müssen, sich auch mal etwas gönnen zu dürfen, ist bei mir persönlich am stärksten.
Gibt es ein Gebiet, auf dem du dich gar nicht auskennst?
Börse, Aktien, Fonds, DAX, … alles absoluter Bahnhof für mich.
Besitzt du eine Kreditkarte, und wenn ja, wofür verwendest du sie?
Ja, ich besitze eine Kreditkarte. Für Bezahlen im Ausland, Buchungen von Tickets/Reisen, Online-Shopping, Kauf von Bahntickets, und so weiter. Geht ein Leben eigentlich noch ohne Kreditkarte?
Was ist deine größte Angst in Hinblick auf Finanzen?
Dass ich darauf angewiesen bin und Geld mich auf eine Art und Weise kontrolliert oder es mich einschränkt. Ich weiß aber auch, dass ich das nicht ändern kann, finde es aber grundsätzlich angsteinflößend, was Geldhunger aus Menschen machen kann.
Was ist der beste Spar- oder Anlagetipp, den du je bekommen hast?
Ich lege jeden Monat direkt mehr zur Seite, als es mir eigentlich möglich ist. Und tatsächlich geh ich nur in der größten Notsituation an dieses Tagesgeldkonto. Dieser Trick, nicht mein gesamtes Gehalt zur Verfügung zu haben, hilft mir enorm beim Sparen.
In welchen Situationen spürst du den Pay Gap am stärksten?
Einfach überall. Männer in meinem Umfeld, die ich damit nicht haten will und es ihnen auch aus tiefstem Herzen gönne, steigen grundsätzlich höher ein, als gleichermaßen qualifizierte Frauen, das merke ich in meinem Freundeskreis extrem.
Hast du ein Traumgehalt, bzw. ein Ziel in Hinblick auf Vermögen?
Ich glaube, so etwas wie ein Traumgehalt gibt es nicht, man will grundsätzlich immer mehr. Mehr Gehalt macht grundsätzlich nicht glücklicher und das Leben auch nicht einfacher, ich war mittlerweile schon in beiden Positionen, und habe bewusst meine Arbeitszeit und dementsprechend auch mein Gehalt wieder zurückgeschraubt.
Was war der letzte Traum, den du dir erfüllen konntest und wie hast du dafür gespart?
Ich bin alleine nach NYC geflogen.
Hast du ein Traumgehalt, bzw. ein Ziel in Hinblick auf Vermögen?
Ich habe erst wirklich verstanden, wie viel Geld manche Menschen verdienen, als ich begonnen habe, zu arbeiten. Mein Einstiegsgehalt fand ich damals gar nicht so übel. Ein theoretischer Blick in meine Zukunft hat gereicht, um dieses Missverständnis ins Verhältnis zu setzen. Schnell wurde mir klar, dass ich mit diesem Gehalt niemals meinen Traum vom Eigenheim realisieren würde. Da ich auf niemanden angewiesen sein möchte, habe ich mir jetzt einen 5-Jahres-Plan gesetzt: 5000 Euro netto im Monat! Wie und vor allem wie „leicht“ das möglich ist, weiß ich noch nicht genau und je nachdem ist natürlich auch immer noch Luft nach oben.
Was war dein letzter Traum, den du dir erfüllen konntest und wie hast du dafür gespart?
Mein Geld habe ich bis heute immer für Reisen ausgegeben, so wie zuletzt für meine große Tour durch Mittel- und Südamerika. Ich habe dafür als Hostess auf Messen gearbeitet und der Rest hat sich aus meinem mühselig Erspartem aus Geburtstagsgeld und Weihnachtsgeschenken zusammengesetzt.
Findest du dein Wissen in Hinblick auf Finanzen ausreichend?
Absolut nicht, nein. Ich bin ein kompletter Laie auf dem Gebiet. Da ich mich selbst liebevoll als Anti-Zahlen-Menschen bezeichne, habe ich mir noch nie groß Gedanken über Finanzen gemacht. Mir fällt aber immer häufiger auf, wie wichtig es vor allem als Single-Frau ist, sich vor allem die private Altersvorsorge zu kümmern, denn gerade diese gestaltet sich für Mütter oft anders, da sie zum Beispiel in Teilzeit arbeiten oder auch mal ganz ausfallen, da wir eher gewillt sind, eine Auszeit vom Job für das Wohl der Familie zu nehmen.
Wie bildest du dich weiter?
Vor Kurzem haben wir im Freundeskreis ein neues Projekt gestartet. Jeden Monat treffen wir uns zu einer Art „Master Class“, in der jeweils eine*r damit beauftragt wird, einen Workshop über einen spezifischen Skill oder ein Wissensgebiet zu recherchieren und die Ergebnisse der Gruppe zu präsentieren. Der letzte Vortrag war von meiner Freundin Kim, die über Finanzen für Frauen gesprochen hat. Dabei konnte ich einiges lernen!
Besitzt du eine Kreditkarte und wenn ja, wofür verwendest du sie?
Jein. Ich hatte mal eine. Denn durch mein ständiges Reisen habe ich immer gemerkt, wie wichtig Kreditkarten doch sind, da sie oft für das Buchen von Flügen oder Hotels gebraucht werden.
Wie würdest du deinen Umgang mit Geld beschreiben?
Ich habe in den letzten 7-8 Jahren als freiberufliche Maskenbildnerin gearbeitet, daher bin ich unregelmäßige und unregelmäßige Einnahmen und den Umgang damit gewohnt. Es erfordert eine Art von Persönlichkeit, dieses Maß an finanzieller Unsicherheit durchzuhalten, soviel ist sicher.
In welchen Situationen merkst du die Ungerechtigkeit in Hinblick auf Finanzen besonders?
Ich habe da großes Glück, denn ich habe in einem Umfeld gearbeitet, in dem ich alle meine Kolleg*innen kannte, und in dem wir offene Gespräche über unsere Tagessätze geführt haben – so konnten wir Gehaltsunterschiede ausschließen. Als Freiberufler ist es anstrengend, sich die ganze Zeit um Jobs, Kunden und Finanzen zu kümmern. Deshalb ist der Aufbau eines finanziellen Unterstützungssystems sehr wichtig!
Was ist deine größte finanzielle Angst?
Ich war es gewohnt, Geld zu haben, sogar jeden Tag in Restaurants essen zu können, auszugehen, Urlaub zu machen, wenn ich wollte, und ich war es auch gewohnt, viel zu arbeiten. Aber jetzt hat Covid alles nur noch komplizierter gemacht. Ich habe meine Arbeit und mein Einkommen verloren. Zum ersten Mal seit einiger Zeit fühlte ich mich verzweifelt, aber ich musste mich daran erinnern, wer ich bin und wozu ich fähig bin. Ein neues Leben erfordert neue Lösungen, also habe ich meinen Webshop gestartet, und ich bin sehr stolz auf mein Durchhaltevermögen!
Benutzt du eine Kreditkarte und wenn ja, warum und wofür?
Ich bin vor kurzem von Berlin nach London umgezogen, und als ich meine neue Bank gewählt habe, war es ein wichtiger Aspekt für mich, eine benutzerfreundliche Online-Oberfläche zu haben, die verständlich und einfach ist – wo ich jederzeit alles selbst verwalten kann – denn ich bin, ehrlich gesagt, keine Expertin, wenn es um Geld geht. Je einfacher, desto besser, ist mein Motto. Ich liebe die Funktionen, die mir helfen können, Geld zu sparen. Zum Beispiel schätze ich die Möglichkeit, Gelder per App hin- und herschieben zu können. Das motiviert mich, mehr zu sparen. Mein größtes Ziel ist es jetzt, das gleiche Maß an Lebensqualität zu erreichen, das ich vor Corona hatte und das geht mit hilfreichen Tools wie diesem sehr gut!
Was ist deine größte Angst in Hinblick auf Finanzen?
Die Vorstellung, keinen Puffer zu haben, wenn man es mal dringend braucht und mir bei anderen Geld leihen zu müssen, ist meine größte Angst.
Der beste Spar-Tipp, nach dem du lebst?
Nur Dinge zu kaufen, die ich dringend brauche oder die nachhaltig verwenden können.
Gibt es etwas, das dich mit Scham erfüllt?
Ich schäme nicht per se, aber ärgere mich im Nachhinein schon ein wenig, mit einem Master und einer abgeschlossenen Ausbildung noch ein Volontariats-Gehalt angenommen zu haben.
Was ist deine größte Angst in Hinblick auf Finanzen?
Ich glaube, das ist bei fast jedem ähnlich. Irgendwann einmal nicht genug Geld zum Leben zu haben, oder noch schlimmer, Hunger leiden zu müssen. Gleichzeitig treibt uns diese Angst auch an, arbeiten zu gehen und uns beruflich zu verwirklichen. Mir hilft da manchmal, mir vor Augen zu führen, dass Geld unendlich ist. Es ist genügend für alle da, es kann immer reproduziert werden.
Was ist der beste Spar-Tipp, denn du jemals bekommen hast?
Ich habe mein Konto in sechs Unterbereiche aufgeteilt, was mir einen guten Überblick über meine Ein- und Ausgänge verschafft. Mittlerweile bieten das sehr viele Banken an Savings treffen da auf Langzeitsparpläne, Ausbildung und Business, tägliche Ausgaben, Fixkosten aber auch ein besonderes Konto namens „my magical self“ worunter ich leckere Abendessen kategorisiere und von dem ich mir auch mal etwas gönne. Durch diese sehr amerikanische Methode habe ich ein unheimlich gutes Verständnis dafür erlangt, wohin mein Geld verschwindet und dadurch, dass ich mich auf diesem Bereich selbst empowert habe, ist mein Selbstbewusstsein in Bezug auf Geld enorm gestiegen!
Hast du ein Ziel, wenn es um dein späteres Vermögen geht?
Absolut und das werde ich auch erreichen. Durch meine Arbeit als Coach gehört eine Manifestation von Geld zu meinem täglich Brot.
Auf die Erfüllung welches Traumes bist du besonders stolz?
Gerade in der Mache ist eine berufliche Weiterbildung. Als Selbstständige finde ich es super smart, in mich selbst zu investieren.
Findest du dein Wissen in Hinblick auf Finanzen ausreichend?
Ausreichend ja, aber auch nur, weil ich mich wirklich viel mit dem Thema auseinandergesetzt, viel darüber gelesen und sogar ein Coaching besucht habe, um mich weiterzubilden. Das darf und muss aber auf jeden Fall noch wachsen! Mein nächstes Themengebiet sind Investitionen.
Auf welchem Feld kennst du dich gar nicht aus und woher kommt deiner Meinung nach dein Desinteresse oder deine Angst?
Der Aktienmarkt ist gar nicht mein Thema, was vielleicht an meinem Wesen und meiner Erziehung liegt. Die Börse habe ich in meinem Kopf nicht unter etwas Positivem verbucht, eher als ein Schauplatz, an dem schlechte, reiche Menschen ihr Unwesen treiben. Aber ich arbeite dran!
Hast du dich jemals für deine finanzielle Situation geschämt?
Ja, früher habe ich das definitiv. Meine Eltern haben nie eine Menge Geld gehabt und das ganze Themengebiet war bei uns eher negativ behaftet. Schon als kleines Kind habe ich mir irgendwie in den Kopf gesetzt, damit zu brechen und mir vorgenommen, finanziell unabhängig zu sein und irgendwann mehr als genug zu haben. Heute bin ich stolz auf mich und das, was ich mir monetär aufgebaut habe.
Wie kamst du zu deinem Kreditkartenanbieter?
Für mich als Stier ist das Ästhetische fast genauso wichtig in Hinblick auf das Metall im Portemonnaie, wie das was drin steckt. Aber meinen Kreditkartenanbieter habe ich dann doch nach Freiheiten ausgewählt. Ich mag es nicht, lange gebunden zu sein.
Weißt du Bescheid, wenn es um Kohle geht?
Ich weiß nicht wenig, aber gerade jetzt, wo sich der Finanzmarkt aufgrund von Corona verändert, ist mir erneut bewusst geworden, wie wichtig es ist, dass ich niemals aufhöre, mich über Geld und Finanzen auszutauschen und mich immer weiter zu informieren. Wissen ist Macht und die will ich niemals aus der Hand geben!
Zusammenfassend können wir also sagen, dass wir alle reichlich wenig Schimmer von der Börse haben und uns diesbezüglich dringend weiterbilden wollen. Aber um wirklich selbstbewusst Vermögen in Form von Aktien anzulegen, bedarf es ein bisschen mehr, als einem YouTube-Tutorial über Anteile und Dividende. Ein Bereich, mit dem wir jedoch alle bereits bestens vertraut sind, jedoch nicht dessen monetären Vorteile nutzen, ist die Kreditkarte. Ausnahmslos jede unser Befragten hat eine, nutzen tut sie aber kaum jemand regelmäßig. Jede hat mal irgendwo irgendeine abgeschlossen, weil irgendwann mal ein Urlaub anstand oder ein Auslandsemester. Aber so richtig aktiv hat diese enorm wichtige Entscheidung keine unserer Befragten getroffen. Warum nicht? Immerhin ist das die Grundlage der eigenen Kreditwürdigkeit und bedeutet für viele das erste Mal das Gefühl von finanzieller Emanzipation. Dass bei dem großen Angebot am Markt aber schnell übersehen wird, dass eine Kreditkarte wie die American Express beispielsweise im ersten halben Jahr durch das Startguthaben kostenfrei ist, ein Reward-Programm mit attraktiven Bonuspunkten bietet, man damit versichert reist und einem vor allem an sieben Tagen in der Woche ein kompetentes Serviceteam zur Seite steht, geht da schnell unter. Nur so ein Tipp am Rande!