8 Getränke & Lebensmittel, die du unter gewissen Umständen besser nicht bestellen solltest

Vom Avocado-Restaurant bis hin zum Sternzeichen-spezifischen Essen: Wir probieren kulinarisch gesehen liebend gerne alles Mögliche aus! Je verrückter es klingt, umso besser. Gleichzeitig nehmen wir es aber auch nicht auf die leichte Schulter, wenn uns jemand vor bestimmten Restaurants, Gerichten oder Lebensmitteln warnt. Schließlich haben wir keine Lust, uns den Magen zu verderben und die nächsten Stunden oder Tage auf dem Badvorleger – oder noch schlimmer: im Krankenhaus – zu verbringen. Und selbst, wenn es keine gesundheitlichen Auswirkungen auf dich hat, wäre es natürlich unglaublich schade ums Geld, wenn das Essen einfach fürchterlich schmecken würde. Weil es wiederum aber auch keine Option ist, aus Angst nie wieder etwas Neues auszuprobieren, vertrauen wir den Tipps und Warnhinweisen von Leuten, die sich wirklich gut mit Nahrungsmitteln auskennen, weil es zu ihrem Beruf gehört. Wie zum Beispiel Starköch*innen und Barkeeper*innen.
 
In der folgenden Liste verraten wir dir einige Gerichte, Lebensmittel und Getränke, die du laut Insidern wie Gordon Ramsay, David Chang und Anthony Bourdain in Zukunft besser nicht bestellen solltest – zumindest nicht unter bestimmten Bedingungen, aka. zu gewissen Tageszeiten oder an gewissen Orten. Und nur zur Vorwarnung: Stell dich schon mal darauf ein, dass du, nachdem du den Artikel gelesen hast, einige deiner Alltime-Favoriten wie Kaffee, Sushi und Sauce Hollandaise vielleicht nicht mehr zu jeder Zeit und an jedem Ort konsumieren wollen wirst. Sorry!

Photographed by Ted Cavanaugh.
Was: Fisch
Wann: Montag bis Mittwoch

Der berühmte TV-Koch Anthony Bourdain verriet 1999 im Magazin The New Yorker einen seiner bekanntesten Tipps: Bestelle keinen Fisch – außer am Wochenende. Die meisten Chefköche bekommen ihre Meeresfrüchte nämlich am Donnerstag geliefert, in der Hoffnung, am Wochenende das meiste davon zu verkaufen. Am Montag liegen Fisch & Co. dann schon seit bis zu vier Tagen in der Küche rum – „und wer weiß, unter welchen Bedingungen“.
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Photographed by Eric Helgas.
Was: Sauce Hollandaise
Wo: Brunch

Eine weitere Bourdain-Weisheit: Halt dich fern von der Hollandaise. In “Geständnisse eines Küchenchefs: Was Sie über Restaurants nie wissen wollten“ plaudert er ein Geheimnis vieler Restaurants aus: Sauce Hollandaise wird nie für jede Bestellung frisch zubereitet, sondern steht den ganzen Tag bereit. Noch dazu schreibt er: „Bakterien lieben Hollandaise.“ Insbesondere beim Brunch kann das gefährlich sein – denn das ist die Mahlzeit, die Köch*innen laut Bourdain oft nutzen, um Essen vom Vortag aufzutischen. Der typische Begleiter der Sauce beim amerikanischen und britischen Frühstück, Bacon, wartet laut Bourdain auch recht lange auf seinen Einsatz. Bacon landet häufig nur am Wochenende auf dem Teller und langweilt sich daher vermutlich vorher einige Tage lang im Kühlschrank.
Photographed by Janelle Jones.
Was: Tagessuppe
Wo: Restaurants

Gegenüber dem Magazin Town & Country verriet Gordon Ramsay, ein Essen, vor dem er andere stets warnen würde, wäre die Tagessuppe. „Möglicherweise ist es eher die Monatssuppe.“ Er hat aber noch einen Tipp. Frag nach, welche Tagessuppe es gestern gab – so kannst du sichergehen, dass dir nicht einfach aufgewärmtes Essen von gestern serviert wird.
Photo: Getty Images.
Was: Kaffee und Tee
Wo: Flugzeug

Eine weitere Gordon-Ramsay-Warnung betrifft jegliches Essen an Bord eines Flugzeugs. Gegenüber Refinery29 sagte er: „Ich habe zehn Jahre lang für Airlines gearbeitet und weiß daher, wo dieses Essen war und wo es landet.“ Abgesehen vom Tiefkühl-Essen ist aber vor allem eines eine riskante Bestellung: Heißgetränke wie Kaffee oder Tee. Wenn du während der Essensausgabe ein Glas Wasser bestellst, kommt es vermutlich aus der Flasche; Tee und Kaffee werden aber häufig mit dem Wasser aus den Wassertanks des Flugzeugs hergestellt, und die Reinigung dieser Tanks wird nicht genau reguliert. (Leitungswasser ist also auch keine gute Idee)
Photo: Getty Images.
Was: Fancy Essen
Wo: Zimmerservice

In der GQ erzählte der Chefkoch und Weltreisende David Chang, wie er es mit dem Zimmerservice im Hotel hält. Seine Antwort: Je schlichter, desto besser. „Ganz egal, wie edel das Hotel ist – dein Essen wird nicht von der besten Köchin oder dem besten Koch im Haus zubereitet“, schreibt er. Sein Rat: Bestell die Chicken Nuggets von der Kinderkarte, wenn alles andere zu “riskant“ wirkt. Natürlich gibt es hierbei auch Ausnahmen: In besonders großen, voll belegten Hotels, in denen Zimmerservice zur Tagesordnung gehört, kannst du ruhig bestellen – wie zum Beispiel in Casino-Hotels.
Was: Sushi
Wo: Supermarkt

Hast du Lust auf Sushi, kann das im Restaurant schnell teuer werden – da erscheint die Entscheidung, zum Supermarkt-Sushi zu greifen erstmal logisch. Trotzdem solltest du deiner Geschmacksnerven zuliebe doch ein paar Euro mehr investieren und den Weg ins Restaurant auf dich nehmen, denn das Sushi im Supermarkt liegt dort bis zu drei Tage! Sternekoch Nelson Müller ließ das Discounter-Sushi auf Keime und Geschmack testen. Das Ergebnis: keimfrei, aber ungenießbar bis enttäuschend im Geschmack.
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PHOTOGRAPHED BY MOLLY DECOUDREAUX.
Was: Bloody Marys
Wann: immer, außer beim Brunch

Wodka, Tomatensaft und Gewürze: Der Cocktail ist eine beliebte Brunch-Bestellung – und sollte sich zurecht auf Brunch beschränken. In einem Artikel für Mashed verriet eine ehemalige Barkeeperin: „Sogar ein Restaurant, das für seine Bloody Marys bekannt ist, hat normalerweise nur zum Brunch und Frühstück alles für den Cocktail da“, schreibt Kitty Jay. Zu anderen Zeiten bezahlst du vermutlich viel Geld für einen billigen Bloody-Mary-Fertigmix.
Illustrated by Louisa Cannell.
Was: Filterkaffee
Wann: kurz bevor der Laden schließt

Wenn es jemand wissen muss, dann ein*e Barista: Kurz bevor der Laden schließt, solltest du in keinen Filterkaffee mehr bestellen. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ein*e Barista eine halbe Stunde vor dem Feierabend nochmal eine neue Kanne Kaffee aufsetzt“, erzählt eine Café-Mitarbeiterin. Der Kaffee, den du in diesem Fall bekommst, steht also vermutlich schon eine ganze Weile rum. Am besten bestellst du daher ein Getränk, das frisch vor deinen Augen zubereitet werden muss – wie einen Cappuccino oder einen Espresso.
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