Was hilft gegen Mücken? 8 Produkte zur Vorbeugung & Behandlung von Stichen

Auf dem Balkon bis spät in die Nacht Rosé süffeln. Im Park mit Freund*innen picknicken. Am See liegen, Sonne tanken und Bücher lesen. Der Sommer ist schon echt schön. Aber es gibt etwas, das uns ganz schnell die gute Laune verderben kann: Mücken.

Jedes Jahr schlagen wir uns aufs Neue mit den fiesen kleinen Blutsaugern rum – buchstäblich. Jedes Jahr kommt irgendwann diese eine Nacht, in der wir kein Auge zumachen, weil sie die ganze Zeit um uns herum summen. Und dann denken wir: Hätte ich doch nur schon früher mal recherchiert, welche Sprays und Produkte mir jetzt helfen könnten!

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Damit das diesen Sommer nicht genauso abläuft, habe ich die Recherche für dich übernommen. Bevor ich dir sechs verschiedene Mittel zur Mückenabwehr und zwei Produkte zur Behandlung von Stichen vorstelle, noch ein paar allgemeine Infos für dich:

Bei der Suche nach einem geeigneten Mückenspray oder eine Lotion werden dir vor allem drei Begriffe begegnen: DEET, Icaridin und Citriodiol. DEET gilt als besonders wirksam, kann jedoch Haut und Schleimhaut reizen und sollte deswegen besonders von Augen, Wunden und Schleimhäuten ferngehalten werden. Außerdem kann es Kunststoffmaterialien angreifen (aus umwelttechnischer Sicht sicher auch nicht ganz unbedenklich...). Als hautverträglicher gilt da der Wirkstoff Icaridin, der Kunststoffe nicht angreift und im Vergleich zu DEET auch von Schwangeren verwendet werden kann. Wer natürlichere Produkte bevorzugt, setzt am besten auf Citriodiol, einen Extrakt einer australischen Eukalyptusart, der sehr stark nach Zitrone riecht. Allerdings ist die Wirkdauer und -stärke dieser Produkte manchmal geringer als bei DEET-Varianten beziehungsweise generell umstritten. Allgemein gilt bei allen Produkten: Lies dir das Kleingedruckte genau durch, denn so hilfreich manche von ihnen auch sind, sie können bei falscher Anwendung (oder Allergien) zu Hautreizungen, Atembeschwerden und anderen Nebenwirkungen führen – oder/und die Umwelt stark belasten.

Apropos Umwelt: Wenn du auf der Suche nach einer möglichst natürlichen Mückenabwehr bist, kommen ätherische Öle vielleicht auch für dich in Frage. Manche Menschen tragen diese sogar direkt auf die Haut auf. Jedoch solltest auch hier unbedingt auf die richtige Anwendung achten (Stichwort Verdünnung).

Nicht finden wirst du in der folgenden Liste sogenannte Mückenstecker – also kleine Geräte, die in die Steckdose gesteckt werden. Denn laut Focus Online und anderen Quellen sollen die keine gute Idee sein. Ich fasse mal kurz das Wichtigste zusammen. Man unterscheidet man zwischen drei Arten: Biozidverdampfern, Ultraschallpiepsern und Hochspannungslichtfallen. Biozidverdampfer enthalten ein Insektengift, das erhitzt und dann als Dampf im Zimmer verteilt wird. Das Problem: Wir atmen den Dampf auch ein und es ist nicht ganz klar, wie gefährlich das für uns (und die Umwelt) ist. Ultraschallpiepser erzeugen einen für Menschen nicht hörbaren Ton, der Mücken verscheuchen soll. Klingt gut (zumindest für unsere Ohren), aber es gibt wohl bisher keine Beweise, dass die Dinger wirklich funktionieren. Und dann wären da noch die Hochspannungslichtfallen, die Mücken mit Licht anlocken und sie anschließend mit Stromstößen töten. Ziemlich brutal. Und genau wie die beiden ersten Methoden laut Öko-Test auch nicht unbedingt wirksam oder empfehlenswert. Falls du dennoch mal einen Mückenstecker ausprobieren willst, findest du bei Vergleich.org eine Übersicht mit den besten Modellen (aber selbst da heißt es: „Die Wirkung von Mückensteckern ist umstritten, da sie häufig eine geringere Wirkung zeigen als vergleichbare Mückenschutz-Mittel.“)

Hinweis: Wir haben uns viel Mühe gegeben, die folgenden Produkte für dich zusammenzustellen, doch erstens haben wir uns auf die Vorbeugung und Behandlung von Stichen der relativ harmlosen in Deutschland vorhandenen Mücken beschränkt und zweitens sind wir natürlich keine Mücken-Expertinnen oderÄrztinnen. Besonders, wenn du vor hast, im Ausland Urlaub zu machen, würden wir dir deswegen empfehlen, dich beispielsweise auf der Website des Tropeninstituts oder in deiner Apotheke zu informieren.

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Anti Brumm® gibt es in zwei verschiedenen Varianten: Classic enthält den Wirkstoff Icaridin und hält heimische und tropische Mücken (und Zecken!) bis zu 8 Stunden fern.
Es kann bereits bei Kindern ab 2 Jahren benutzt werden und auch auf die Kleidung gesprüht werden. Naturel setzt dagegen hauptsächlich auf den natürlichen Wirkstoff Citriodiol® (Extrakt der chinesischen Eukalyptusart Eucalyptus citriodora). Es schützt 6 Stunden gegen Mücken und Fliegen (und bis zu 4 Stunden vor Zecken). Am besten lässt du dich in der Apotheke kurz beraten, wenn du dich nicht entscheiden kannst.

Anti Brumm® Spray ab 10,48 €, erhältlich in verschiedenen Ausführungen bei DocMorris
Dieser natürliche Insektenschutz basiert auf den ätherischen Ölen, wie Jojoba-, Zitrus- und Eukalyptusölen. Es enthält keinerlei Giftstoffe und eignet sich auch für sensible und Kinderhaut. Das Körperöl überdeckt mit seinem zimtig-zitronigen Duft den natürlichen Körpergeruch und hat eine durchschnittliche Wirkzeit von etwa anderthalb bis zwei Stunden – weil die Öle relativ schnell verfliegen.

eco cosmetics No Biocide Körperöl, 7,79 €, erhältlich bei Ecco Verde
100 Prozent einig sind sich die Forscher*innen zwar nicht, aber es viele nehmen an, dass unter anderem der Geruch von Schweiß Mücken anlocken kann. Ein Trick kann also sein, erstens regelmäßig zu duschen und zweitens für genügend andere Düfte in deiner Umgebung zu sorgen, die die kleinen Blutsauger von dir ablenken. Am besten eignen sich laut Mein schöner Garten dafür Pflanzen mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen, wie Basilikum, Knoblauch, Lavendel, Rosmarin, Tomate und Zitronenmelisse. Und selbst, wenn sie doch nicht helfen sollten: Dann hast du ab jetzt eben ein paar tolle neue Kochzutaten auf deinem Balkon oder in deinem Garten. (Knoblauch essen ist übrigens auch keine schlechte Idee, weil die anschließenden Ausdünstungen aus deiner Haut die Mücken auch abschrecken können.)

Achtung: Es gibt Menschen, die allergisch auf ätherische Öle reagieren. Also sei beim Austesten vorsichtig – das gilt auch für die Duftkerzen und Mückenarmbänder. (Letztere haben wir auch bewusst nicht mit in der Liste aufgenommen, weil ihre Wirksamkeit sehr umstritten ist und sie schlimmstenfalls auch zu Hautreizungen und Co. führen können.)

Lavendel "Anouk" im Zink-Übertopf, 15,59 €, erhältlich bei Obi
Das Prinzip von Anti-Mücken-Kerzen gleicht dem von bestimmten Mücken abwehrenden Pflanzen: Sie verströmen ätherische Öle, die die kleinen Vampire nicht gern riechen beziehungsweise die die Gerüche von uns Menschen überdecken.

Ähnlich wie bei den Pflanzen hast du hier nicht viel zu verlieren, denn selbst, wenn die Kerzen die Mücken doch nicht fernhalten, sorgen sie zumindest für romantische Stimmung auf dem Balkon.

Profissimo Anti-Mücken-Kerze, 2,95 €, erhältlich bei DM
Das fiese an Mücken ist, dass sie manchmal selbst durch die Kleidung durchstechen! Manche Quellen sagen sogar, dass etwa 40 Prozent (!) der Stiche durch die Textilien gehen. Schützen kannst du dich nur, wenn entweder der Abstand zwischen Kleidung und Haut größer als der Stechapparat der Insekten ist oder das Gewebe der Klamotten so dicht gewebt ist, dass die Mücke einfach nicht durchkommt. Beides trifft leider nur auf die wenigsten “normalen“ Kleidungsstücke zu. Aber es gibt mittlerweile tatsächlich Outdoor-Modelabels, die Anti-Mücken-Technologien entwickelt haben – wie Craghoppers. Stylisch oder günstig sind die Klamotten allerdings leider nicht.

Craghoppers hat gleich zwei verschiedene Technologien gegen Insekten entwickelt. NosiDefence setzt auf spezielle Fasern, die sehr fest sind und dadurch nicht durch Mücken durchdringt werden können. NosiLife ist eine Technologie, die direkt ins Gewebe integriert wurde und Insekten abwehren soll.

Noch zwei generelle Tipps: Helle Kleidung scheint für Mücken nicht so attraktiv zu sein wie dunkle und vergiss die Socken nicht – denn Käsefüße scheinen die kleinen Biester auch super zu finden.

Craghoppers NosiLife Luna Tight Blue Navy, 74,95 €, erhältlich bei Craghoppers
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Wenn du keine Lust auf spezielle Anti-Insekten-Kleidung hast, kannst du deine Klamotten auch mit einem speziellen Spray einsprühen – wie diesem hier von Nobite, das laut Hersteller etwa einen Monat wirkt. Aber lies bitte bei jedem Produkt ganz genau die Beschreibung auf der Verpackung, weil manche Inhaltsstoffe nicht ganz ungefährlich für Mensch und Natur sein könnten.

Von Nobite gibt es übrigens auch ein Hautspray, dass bei Tests ganz gut abgeschnitten hat.

Nobite Kleider-Imprägnierung Insektenschutz, 17,60 €, erhältlich bei Globetrotter

Wenn du auf der Suche nach einer nachhaltigeren Option bist, könnte bite away® was für dich sein, denn von diesem Gerät hast du länger was als nur einen Sommer (angebrochene Medikamente und Kosmetika sind ja auch nur ein paar Wochen oder maximal Monate haltbar).

Und wie schafft es der Stift nun, Juckreiz, Schmerzen und Schwellungen zu lindern, die durch Insektenstiche oder -bisse entstanden sind? Ganz einfach: Das handliche Gerät hat vorn eine keramische Kontaktfläche, die auf den Stich oder Biss gelegt wird und sich nach dem Einschalten erwärmt. Je nach Einstellung wird sie drei oder fünf Sekunden ganz schön heiß – nämlich um die 51 Grad Celsius. Dadurch soll die Ausschüttung von Histamin im Körper gestoppt und somit auch der Juckreiz sowie Schwellungen verhindert werden. Weil die Behandlung mit lokaler Thermotherapie funktioniert und chemiefrei ist, ist sie auch für Schwangere und Allergiker geeignet.

bite away® elektronischer Stichheiler, 24,99 €, erhältlich bei Rossmann
Keine Lust auf Hitze? Dann versuch's mit Kühlen. Dafür eignet sich zum Beispiel das klassische Fenistilgel oder der handliche Roll-on. Aber auch Kühlpads sind eine gute Option und gehören in jeden Kühlschrank und jede Kühltasche.

Fenistil Kühl Roll-on, 5,55 €, erhältlich bei Docmorris
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