Der erste Mai steht vor der Tür und damit beginnt ein Monat voller kurzer Arbeitswochen – besonders für die Berliner*innen. Yay! Na gut, ganz so euphorisch bin ich persönlich ehrlich gesagt nicht, denn schließlich kann ich die langen Wochenenden weder für Familienbesuche, noch für eine Kurzreise, noch für einen Brunch mit den Freund*innen nutzen. Aber gut, so ist das halt. Muss man es sich eben zuhause schön machen! Und das geht meiner Meinung nach am besten mit Kaffee und Kuchen.
So ein (großes) Stück vom selbst gebackenen Kuchen sorgt nämlich nicht nur für ein Zucker-High beim Essen, sondern auch noch für Beschäftigung vor dem Essen. Außerdem kann Backen auch etwas Meditatives haben und dadurch dein Stresslevel ein kleines bisschen runterbringen. Und im besten Fall gelingen dir die Leckereien so gut, dass du angetrieben von diesem Erfolgserlebnis ab jetzt öfter backen willst. Wer weiß: Vielleicht wird es sogar zu deinem neuen Hobby.
Falls du die Zeit der Selbst-Isolation bisher dazu genutzt hast, The Great British Baking Show zu binge-watchen, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, selbst den Schneebesen zu schwingen. Und falls du das in den letzten Wochen ohnehin schon getan hast, aber einfach null Bock mehr auf Bananenbrot hast, kein Problem. Ich hätte hier nämlich ein paar Rezepte für dich parat, die für ein bisschen Abwechslung im Backofen sorgen könnten. Und keine Angst: Du musst kein Profi sein, um diese Leckereien zaubern zu können. So lange du dich an die Rezepte hältst, solltest du das auch als Newbie relativ easy gebacken bekommen.
Na dann: Viel Spaß beim Backen und beim anschließenden Kaffeetrinken – allein mit einem spannenden Buch, zusammen mit deinen Mitbewohner*innen oder per Video-Call mit deiner Family.
Carrot-Cake-Cupcakes
Wenn du Lust auf was Süßes hast, dein Gewissen aber wenigstens ein klitzekleines bisschen beruhigen willst, versuch's mit Carrot-Cake. Da kommt zwar auch nicht gerade wenig Zucker und Butter rein, aber wenigstens auch ein paar Möhren.
Das Originalrezept stammt von Pinch Of Yum. Ich habe die Mengenangaben aber hier schon mal für die umgerechnet.
Zutaten
Teig:
250 Gramm gesiebtes Mehl
400 Gramm Zucker
2 Teelöffel Zimt
2 Teelöffel Backnatron
1/4 Teelöffel Salz
390 Gramm geriebene Möhren
4 Eier
255 Milliliter Pflanzenöl
Frosting:
225 Gramm Frischkäse
115 Gramm Butter
2 Teelöffel Vanille
450 Gramm Puderzucker
Zubereitung
Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor. Mische die trockenen Zutaten für den Teig mit dem Öl und den Karotten zusammen. Gib die Eier einzeln dazu und rühre das Ganze zwischendurch gut durch.
Gib den Teig in eine gebutterte oder mit Silikon- oder Papierförmchen ausgestattete Formen (Füllhöhe: 3/4). Nach 12 bis 15 Minuten müssten die etwa 24 Cupcakes fertig sein.
Verrühre den Frischkäse, die Butter und die Vanille bis eine schön cremige Masse entstanden ist. Dann gibst du den Puderzucker dazu. Verteile das Frosting erst auf den Muffins, wenn diese wirklich abgekühlt sind.
Am besten schmecken die Cupcakes, wenn sie aus dem Kühlschrank kommen!
Lemon Drizzle
Zitronenkuchen geht einfach immer! Er ist ungefähr so einfach in der Zubereitung wie Bananenbrot, kommt mit relativ wenigen Zutaten aus und die Zubereitung geht auch ziemlich fix.
Das Originalrezept stammt von The Londoner.
Zutaten
Teig:
3 große Eier (170 Gramm)
170 Gramm Self Raising Flour (entspricht etwa 165 Gramm Mehl plus 1 reichlicher Teelöffel Backpulver plus eine Prise Salz)
170 Gramm Zucker
170 Gramm Butter (Zimmertemperatur)
Zeste von 2 Zitronen
Glasur:
Saft von zwei Zitronen
110 Gramm Puderzucker
Zubereitung
Fette die Form ein und heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor. Vermische die Zutaten für den Teig bis alles schön glatt ist. Die Mischung gibst du jetzt in deine Kuchenform und backst sie etwa 30 bis 25 Minuten.
Wenn der Kuchen fertig ist (am Grillspieß bleibt kein Teig mehr kleben), nimmst du ihn raus und durchlöcherst ihn. Wenn du jetzt die aus Zitronensaft und Puderzucker hergestellte Glasur drübergibst, kann sie auch etwas in den Kuchen einziehen und ihn so noch saftiger machen.
Schoko-Kokos-Haferflocken-Cookies
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber mir läuft beim Anblick dieser Cookies direkt das Wasser im Mund zusammen! Schokolade, Kokos, Haferflocken... ich meine, was will man mehr?
Das Originalrezept habe ich bei Ambitious Kitchen gefunden. Die Mengenangaben habe ich für dich schon umgerechnet.
Zutaten
130 Gramm Mehl
85 Gramm Haferflocken
1 Teelöffel Backnatron
1/4 Teelöffel Salz
155 Milliliter flüssiges, aber abgekühltes Kokosöl
200 Gramm brauner Zucker
1 Ei + 1 Eigelb (Zimmertemperatur)
1 Teelöffel Vanilleextrakt
60 Gramm gesüßte Kokosraspeln
100 Gramm dunkle Schokolade (am liebsten 70%), grob gehackt
(nach Geschmack: Meersalz)
Zubereitung
Heize den Ofen auf 180 Grad Celsius vor und lege Backpapier auf ein Backblech. Vermische erst Mehl, Haferflocken, Backnatron und Salz und schnapp dir dann eine zweite Schüssel. In der mixt du das flüssige Kokosöl mit dem braunen Zucker. Anschließend gibst du Ei, Eigelb und Vanille hinzu und mischst noch mal gut durch. Jetzt kommen die trockenen Zutaten hinzu, die du vorher schon zusammengemischt hast. Im letzten Schritt hebst du die Kokosnussraspeln und die Schokoladenstücke unter und lässt den Teig etwa fünf Minuten gehen.
Gib den Teig mithilfe von zwei Esslöffeln auf das Backblech und backe ihn für 9 bis 12 Minuten (bis die Ränder goldbraun sind). Lass sie aber nicht zu lange im Ofen, denn das Ziel sind ja keine knusprigen Kekse, sondern weiche Cookies. Nach dem Backen kannst du noch etwas Meersalz darüber streuen, wenn du möchtest.